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Kreuz&Quer: Manchmal schneit es im April (João Santos Lopes)

Aufführung vom Di 10.06.14 im Rahmen des GraFiTi Theaterfestivals 2014 in Trier.

grafitival.de schreibt:

Die Trierer Theatergruppe Kreuz&Quer führt „Manchmal schneit es im April“ von João Santos Lopes in der Übersetzung von Henry Thorau auf. Regie führen Sabine Lamberty und Marc-Bernhard Gleißner.

„Manchmal schneit es im April“ spielt 12 Jahre nach der Nelkenrevolution in Portugal. Zwar ist das Land jetzt demokratisch, Rassismus ist aber immer noch deutlich präsent: Fünf junge Männer entführen einen Schwarzen, um ihn zu vergewaltigen und umzubringen. Ihre sexualisierte, rassistisch motivierte Gewalt wird zum Ausdruck eines komplexen Geflechts aus Okkultivierung, Inferioritätskomplex und Desorientierung. Doch der Plan geht nicht auf, denn einer der Täter macht einen Rückzieher und das Opfer scheint plötzlich die Situation zu kontrollieren. Die Inszenierung ist als Experiment angelegt, das die Ahistorizität des Hassens zeigt – die Macht sprachlicher Gewalt, und wie sie zu körperlicher Gewalt führt. Das Stück will weder unterhalten, noch eine Geschichte erzählen. Vielmehr soll die Logik der Gewalt aufgezeigt werden, die immer ein Publikum braucht, das diese Gewalt zulässt, und dadurch zum Komplizen und Mittäter des Bühnengeschehens wird . Die Inszenierung von physischer, psychischer und emotionaler Gewalt ist zugleich faszinierend und abstoßend – eine Mischung, die schon das Grand Guignol zum Publikumsmagneten machte.

Link: Homepage der studentischen Theatergruppe Kreuz&Quer

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